Warum dieser Vergleich?
Wenn du als deutsches Unternehmen Prozesse automatisieren willst, stehst du vor der Wahl: Zapier, Make (ehemals Integromat) oder n8n? Alle drei verbinden Apps, automatisieren Workflows und sparen Zeit. Aber die Unterschiede sind größer, als die Marketing-Seiten der Anbieter vermuten lassen.
Wir bei FlowBrain haben in über 50 Projekten mit allen drei Plattformen gearbeitet. Hier ist unser ehrlicher Vergleich — ohne Affiliate-Links, ohne Beschönigung.
Kosten: n8n spart bis zu 90 %
Der größte Unterschied liegt im Preismodell:
- Zapier berechnet pro Ausführung (Task). Bei 10.000 Tasks pro Monat zahlst du ca. 89 $/Monat — und das Limit ist schnell erreicht, wenn ein Workflow mehrere Schritte hat.
- Make ist günstiger, rechnet aber nach Operations ab. 10.000 Ops kosten ca. 16 $/Monat. Klingt günstig, bis du merkst, dass ein typischer Workflow 5–15 Operations pro Durchlauf verbraucht.
- n8n Self-Hosted kostet exakt 0 € Lizenzgebühren. Du zahlst nur deinen Server — bei Hostinger VPS ab 5 €/Monat. Unbegrenzte Workflows, unbegrenzte Ausführungen.
Rechenbeispiel: Ein Handwerksbetrieb mit 500 Anfragen pro Monat und einem 8-Schritt-Workflow:
- Zapier: 500 × 8 = 4.000 Tasks → ca. 49 $/Monat
- Make: 500 × 8 = 4.000 Ops → ca. 16 $/Monat
- n8n: 0 € (nur Server: 5–10 €/Monat)
Über ein Jahr spart n8n zwischen 72 € und 468 € — bei einem einzigen Workflow.
DSGVO: Der Elefant im Raum
Hier wird es für deutsche Unternehmen kritisch:
Zapier
- Server in den USA (AWS us-east-1)
- Deine Kundendaten (Name, E-Mail, Telefon) verlassen die EU
- Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) verfügbar, aber Datenübertragung in die USA bleibt problematisch nach Schrems II
- Risiko: Bußgelder nach Art. 83 DSGVO möglich
Make
- Server in der EU (AWS eu-west-1, Irland) verfügbar
- DSGVO-konformer als Zapier
- Aber: Du gibst trotzdem Daten an einen US-Anbieter weiter (Celonis SE, Hauptsitz USA)
- Besser, aber nicht perfekt
n8n Self-Hosted
- Läuft auf deinem eigenen Server in der EU
- Daten verlassen niemals deinen Server
- Du bist Verantwortlicher nach Art. 4 Nr. 7 DSGVO — kein Drittanbieter involviert
- Kein AVV nötig, weil keine Auftragsverarbeitung stattfindet
- Maximale DSGVO-Konformität
Flexibilität und technische Tiefe
Zapier
- Über 6.000 App-Integrationen
- Sehr einfache Oberfläche — ideal für Nicht-Techniker
- Aber: Keine Code-Nodes, keine bedingte Logik, kein Debugging
- Kein Self-Hosting möglich
Make
- Über 1.500 Integrationen
- Visueller Editor mit mehr Logik als Zapier (Router, Filter, Iterator)
- JSON-Manipulation möglich
- Kein Self-Hosting möglich
n8n
- Über 1.000 native Integrationen + HTTP-Request-Node für jede API
- Code-Nodes (JavaScript, Python) für komplexe Logik
- Vollständiger Debugger mit Step-by-Step-Ausführung
- Self-Hosted oder Cloud — du entscheidest
- Open Source (fair-code Lizenz)
Wann welches Tool?
| Anforderung | Empfehlung |
|---|---|
| Schneller Test, keine IT-Kenntnisse | Zapier |
| Visueller Workflow-Bau, moderate Komplexität | Make |
| DSGVO-Pflicht, deutsches Unternehmen | n8n |
| Mehr als 1.000 Ausführungen pro Monat | n8n |
| Komplexe Logik, API-Anbindungen, Code | n8n |
| Kein Budget für SaaS-Gebühren | n8n |
Unser Fazit
Für deutsche Unternehmen — besonders im Handwerk, in Arztpraxen und im Mittelstand — empfehlen wir n8n Self-Hosted. Nicht weil es das einfachste Tool ist, sondern weil es das einzige ist, das DSGVO-Konformität, Kosteneffizienz und technische Flexibilität gleichzeitig bietet.
Die Einrichtung ist komplexer als bei Zapier. Deshalb übernehmen wir bei FlowBrain die komplette Einrichtung: Server-Setup, Workflow-Entwicklung, DSGVO-Dokumentation. Du bekommst ein fertiges System, das du selbst bedienen kannst.
Du willst n8n selbst ausprobieren? Mit dem [N8N-Generator](https://n8n-generator.burghart-alexander.com) erstellst du Workflows KI-gestützt — ohne Programmierkenntnisse.
Oder lieber alles aus einer Hand? Buche ein kostenloses Erstgespräch — wir analysieren deine Prozesse und zeigen dir konkret, was sich automatisieren lässt.